Das einzig wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.Albert Schweizer

In dieser Zeit bieten sich Möglichkeiten für Gespräche. Diese können belanglose Inhalte haben, dürfen aber auch Themen berühren, die für Betroffene von allergrößter Bedeutung sind. Aber auch dem Schweigen kann Raum und Zeit gegeben werden, denn nur die Bedürfnisse des Sterbenden sind für uns wichtig. Manchmal lassen sich mit unserer Hilfe aber auch kleine Wünsche erfüllen.

Begleitung muss Platz im normalen Alltag haben. Daher wendet sie sich mit denselben Angeboten auch an Familienmitglieder. Sie erhalten, sofern sie es wünschen und wir es leisten können, Zuspruch und Rat durch uns.

Unsere Anwesenheit kann Angehörigen auch ermöglichen, wichtige Dinge außerhalb des Krankenzimmers zu erledigen. So können auch sie von unserer Anwesenheit profitieren, werden in dieser schweren Zeit auch etwas entlastet.

“Das ist der Gastfreundschaft tiefster Sinn: Dass der eine dem anderen Rast gebe auf dem Weg nach dem ewigen Zuhause.”Romano Guardini
„Wir werden tun, was wir können, um Ihnen zu helfen, nicht nur in Frieden zu sterben, sondern auch bis zuletzt zu leben: menschlich, würdig, schmerzfrei.“Cicely Saunders

Stationäres Hospiz

Ein stationäres Hospiz ist ein Heim, eine Einrichtung oder ein anderer Aufenthaltsort für Menschen, die aus verschiedenen Gründen ihr Lebensende nicht mehr zu Hause verbringen können, für die auch ein Aufenthalt im Krankenhaus nicht sinnvoll erscheint.


Daher erfolgt die Betreuung im stationären Hospiz ganzheitlich. Das heißt, dass der Mensch mit all seinen Belangen im Mittelpunkt steht. Der Bewohner wird dort versorgt, gepflegt und ärztlich betreut. Ihm stehen geschulte Mitarbeiter rund um die Uhr zur Verfügung. Dazu gehören neben dem Pflegepersonal unter anderem auch Seelsorger, ehrenamtliche Mitarbeiter und Sozialarbeiter. 

Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass die Bedürfnisse und Wünsche der Gäste erfüllt werden.

Die Entscheidung, in ein Hospiz zu ziehen, trifft der Gast in Absprache mit dem behandelnden Arzt, der die Unterbringung befürworten muss.

Vor der Entscheidung, in ein Hospiz zu ziehen, sollte man sich vor Ort über die Bedingungen informieren.
Die Kosten für den Aufenthalt ins Hospiz übernehmen die Krankenkasse, die Pflegekasse und der Träger.

Seit 2011 gibt es auch in Schwerin ein stationäres Hospiz. Das Hospiz „Am Aubach“ wird in Trägerschaft von SOZIUS/Pflege und Betreuungsdienste Schwerin gGmbH geführt. Unser Hospizverein Schwerin e.V. arbeitet eng mit diesem Hospiz zusammen.

Stationäre Hospize in unserem Umfeld


“Vielmehr müssen wir immer mehr lernen, dass wir nicht wissen, wie wir und unsere Lieben sterben werden, dass alles offen ist. Nur eine solche wache und realistische Haltung kann uns frei machen, dem Leben und dem Sterben mit Achtung, Dankbarkeit, Respekt und auch Ernst gegenüber zu stehen.”Bickel/Tausch-Flammer

Gedanken zum Ende

Das Leben ist einzigartig und das Sterben auch. So dramatisch die Sterbephase im Einzelnen auch ablaufen mag, so sehr wir auch erschüttert sein mögen - es kann und sollte sich auch für Angehörige und Betroffene „gut anfühlen“: Wenn es alle Beteiligten wollen, ist auch Ruhe möglich zum Verharren, zum Innehalten und zum Besinnen auf das wirklich Wichtige. Es braucht angstfreie Zeit, um gemeinsam Abschied nehmen zu können und Zeit zum gemeinsamen Trauern. Diese lässt sich gewinnen, wenn man sich darum bemüht, den Sterbeprozess aus dem ausschließlich medizinischen Blickwinkel herauszulösen. Dazu ist es sicher notwendig, das bevorstehende Ende sachlich und realistisch anzunehmen. Möglicherweise bedeutet das auch, das Kämpfen einzustellen und das Sterben zuzulassen, es zu erlauben. Auch wenn das eine unsagbar schwierige Handlung zu sein scheint, sie kann doch für alle einen Gewinn bedeuten. Es bietet die Chance und die Möglichkeit, dem Sterben in seiner Einmaligkeit zu begegnen und es in seiner Erhabenheit zu erfassen.