Plötzlich und unerwartet ..

Selbst wenn das bevorstehende Ende vorhersehbar war, ist der Tod zumeist ein abruptes Ereignis, welches Einen scheinbar unverhofft trifft. Die Gedanken überschlagen sich und oft ist man im ersten Moment völlig hilflos und benommen. Sofort stellt sich die Frage: “Und, was nun? Was passiert jetzt?”

Wir möchten Ihnen als Erstes dazu raten, sich Zeit zu nehmen. Nichts treibt Sie! In dieser Phase können Sie Gedanken sammeln, in sich hineinhören und erspüren, was zu tun ist.

Möglicherweise wissen Sie aber nicht allein, wie Sie mit dieser Situation umgehen können und benötigen Hilfe von Jemanden, der weniger in Angst gefangen ist. Kann Ihnen vielleicht ein Freund helfen, sie leiten?

Wir glauben, dass sich Angehörige und Freunde Zeit für einen Abschied lassen sollten, denn er kann dazu dienen, dem Sterben Würde zu verleihen. Dem Schmerz Raum zu geben, kann Ihnen möglicherweise später auch das Trauern erleichtern.

Sie können zu Hause oder im Krankenhaus verschiedene Rituale zelebrieren, damit Sie selbst den Tod bewusst wahrnehmen können. Je nachdem, wie nahe sie dem Verstorbenen standen, dürfen Sie ihm aber auch noch kleine Dienste erweisen. Dazu gehören:

  • das Schließen der Augen
  • das Waschen des Gesichtes, das Kämmen der Haare
  • ihm/ ihr eine Blume in die Hände zu legen
  • beim Waschen des Verstorbenen mitzuhelfen oder Ihn selbst zu waschen
  • den Lieblingsduft des Verstorbenen zu verwenden
  • das Ölen, Cremen und Schminken, wenn es auch zu Lebzeiten erfolgte
  • Kleidung zu wählen, die zu Lebzeiten gern getragen wurde

Lassen Sie sich bei allem was Sie tun nur von Ihrem Gefühl leiten. Es ist richtig!