Hospizbegleitung

Sich dem Gedanken stellen zu müssen, dass aus einem Kranken ein Sterbender wird, ist oft ein langer Prozess. Dieser bringt nicht selten das bisherige Leben völlig aus dem Gleichgewicht.

Mut, Hoffnung und Kraft für die gemeinsame Bewältigung dieser letzten Lebensphase können nicht immer bei sich selbst gefunden werden. Es bedarf oftmals äußerer Impulse und eines Netzwerkes von Helfenden, um diesen Sterbeprozess für alle Betroffenen erträglich zu gestalten. Dazu gehören neben der Familie und Freunden auch der Hausarzt und die Pflegedienste.

Es stehen aber auch die Hospizdienste zur Verfügung, die in der letzten Lebensphase außerhalb medizinischer Betreuung Hilfe und Unterstützung geben.

Wir Mitglieder unseres ambulanten Hospizdienstes verstehen uns als Begleiter in dieser schwierigen Phase. Wir schaffen jenseits der praktischen Hilfen Raum durch Anwesenheit, Zuhören und Schenken von Aufmerksamkeit. Dies bedeutet in erster Linie, Zeit zur Verfügung zu stellen, in der wir auf den besonderen Menschen, mit dem wir es zu tun haben, eingehen. In dieser Zeit bieten sich Möglichkeiten für Gespräche. Diese können belanglose Inhalte haben, dürfen aber auch Themen berühren, die für Betroffene von allergrößter Bedeutung sind. Aber auch dem Schweigen kann Raum und Zeit gegeben werden, denn nur die Bedürfnisse des Sterbenden sind für uns wichtig. Manchmal lassen sich mit unserer Hilfe aber auch kleine Wünsche erfüllen.

Begleitung muss Platz im normalen Alltag haben. Daher wendet sie sich mit denselben Angeboten auch an Familienmitglieder. Sie erhalten, sofern sie es wünschen und wir es leisten können, Zuspruch und Rat durch uns.

Unsere Anwesenheit kann Angehörigen auch ermöglichen, wichtige Dinge außerhalb des Krankenzimmers zu erledigen. So können auch sie von unserer Anwesenheit profitieren, werden in dieser schweren Zeit auch etwas entlastet.