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Bildungsfahrt nach Kassel

Der Sommer meint es gut mit uns, als sich immer mehr Teilnehmer der Bildungsfahrt vom Hospizverein am Bahnhof Schwerin treffen, um gemeinsam Kassel zu erkunden. Es bilden sich 2-3 Grüppchen. Die „ Neuen“ und die „ alten Hasen“. Man kennt sich ja noch nicht. Aber das wird sich ändern. Schon im Zug sitzen wir bunt gewürfelt und manch einer zeigt seine Talente, zu unterhalten. Mit etwas Verspätung erreichen wir unser Quartier, den CVJM in Kassel. Ein gepflegtes Haus, diese Herberge des christlichen Vereins junger Menschen. Ein Meeting Raum wird schnell vorbereitet und die aus dem Zug bestellten Pizzen gemeinsam verspeist. Die Stimmung ist entspannt und gepaart mit der Vorfreude auf die Dinge, die da kommen werden. Die Zimmer sind einladend und sauber.

 

Wir sind die einzigen Gäste im Haus und uns erwartet ein leckeres Frühstück im Speiseraum. Danach geht’s mit der Tram ins Abenteuer Museen. Die Sonne lacht von einem wolkenlosen Himmel und erwartungsfroh geht es ins Museum für Sepulkralkultur. Eigentlich ist dieser Begriff doppelt gemoppelt sozusagen. Sepulkral bedeutet für sich schon allein Trauer- und Begräbniskultur. Man hat sich aber bewusst dafür entschieden, die Kultur noch anzuhängen. Und so findet sich in diesem einzigartigen Haus eine Ansammlung aller kulturellen Erscheinungen im Zusammenhang mit Sterben,Tod, Trauer und Gedenken. Als erstes sticht uns allen die derzeitig laufende Sonderausstellung „Mit dem Linienbus ins Jenseits“ ins Auge. Fantasievolle, farbenfrohe Särge, die sich seit Mitte des vorigen Jahrhunderts in der Begräbniskultur Ghanas etabliert haben. Die Tieren, Pflanzen, Gebäuden, Alltags-und Gebrauchsgegenständen nachempfundenen Särge haben also alles andere alsTradition, aber einen tiefen Bezug zu den Verstorbenen. Die Anordnung der Ausstellung im modernen Anbau des denkmalgeschützten Remisengebäudes aus Beton und Glas, lässt die Ausstellung hell und freundlich, ja fast fröhlich erscheinen, weil alles in grellstes Sonnenlicht getaucht ist.

In diesem Bereich erfahren wir auch Wissenswertes über die Sterbekultur im Hinduismus, Buddhismus, Islam, Judentum und Kulturen aus Übersee bevor es in die europäische/deutsche Kultur geht. Der Blick richtet sich auf den Umgang mit der Endlichkeit des Lebens, auf Bestattung – und Trauerriten, Alltags – und Kunstgegenstände. Historisches wird mit Zeitgenössischem in Beziehung gesetzt. Sehr beeindruckend, für mich durchaus auch leicht bedrückend. Da kommt eine Mittagspause im Sonnenlicht mit den Füßen im Wasser wie gerufen.

 

Der Nachmittag bietet die Überraschung schlechthin, denn unter der Bezeichnung GrimmWelt denken die meisten an die Brüder Grimm und deren Märchensammlungen. Dieses Museum bietet jedoch das volle Spektrum des faszinierenden Lebens, Schaffens und Wirken der Brüder Grimm. Neben den berühmten Märchen zeigt die Ausstellung die spannende Geschichte rund um die Entstehung und Weiterentwicklung des größten Wörterbuchs der deutschen Sprache. Wir verdanken somit den Brüdern Grimm die Vereinheitlichung der unzählbaren, regional bedingten Dialekte und somit unser heutiges Hochdeutsch. Leicht erschöpft von der Wärme des Tages und der unzähligen Eindrücke und Informationen erreichen wir unsere idyllisch gelegene Unterkunft und genießen unsere Abendverkostung.

Es steht noch ein Programmpunkt an. Das Gedenken der im letzten Jahr im Rahmen unserer Begleitungen verstorbenen Menschen. Wir treffen uns in dem parkartigen Garten der Unterkunft und wandern still in den angrenzenden Wald. Unter den mächtigen Baumkronen versammeln sich nun alle 18 Teilnehmer und lauschen den vorgetragenen Gedichten und den ca. 80 Namen der Verstorbenen. Eine Brücke führt über einen kleinen Bach zurück zum CVJM Gebäude. Wir betreten einzeln diese Brücke und übergeben unsere guten Wünsche an die Toten dem Bächlein. Der trägt die schmalen Papierstreifen, auf denen unsere Botschaften stehen mit einem munteren Glucksen fort. Ein gemeinsames Lied beendet diese wundervolle, harmonische Zeremonie und hallt noch einige Zeit in uns nach. Der Abend klingt wieder in unserem Meetingraum bei Getränken und Naschwerk mit angeregten Gesprächen aus. Es ist schön, wenigstens einige dieser wundervollen Menschen näher kennen zu lernen.

 

Der Sonntag begrüßt uns mit Sonne und zu erwartenden Rekordtemperaturen. Gut dass es heute in die freie Natur geht, ins UNESCO-Welt-Erbe Bergpark Wilhelmshöhe. Gemeinsam dort angekommen, ist es uns freigestellt, den Park zu durchwandern, das Schloss Wilhelmshöhe mit u a seiner Gemäldegalerie "Alte Meister" zu besichtigen oder sich per Shuttle in Richtung Herkules Denkmal fahren zu lassen. Für das leibliche Wohl sorgen diverse Gastronomien, zu denen auch die Kaskadenwirtschaft zählt, für die sich einige von uns entscheiden. Geht man auf dieser Höhe zu den namensgebenden Kaskaden, hat man einen atemberaubenden Blick hinauf zum Herkules Denkmal und hinab zum Schloss. Dabei sind 300 m Höhendifferenz zu überwinden. Der Naturpark ist ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Plastiken, Wasserkunst und Landschaft. Wir dürfen vor allem die Wasserkunst erleben, denn im Sommer, zwischen Mai und Oktober findet immer wieder ein weltweit einzigartiges Schauspiel statt. Dann sprudelt das Wasser, angefangen beim Herkules über die Kaskaden, den Steinhöfer Wasserfall, die Teufelsbrücke und fällt über das Aquädukt und die Peneuskaskaden hinab zum Schlossteich. Hier lässt der Wasserdruck eine große Fontäne über 50 m in die Höhe schießen. Aber nicht nur das Wasser läuft unaufhaltsam nach unten, auch die zahlreichen Zuschauer ergießen sich spektakulär über die 300 m Höhendifferenz bis zum SchlossTeich. Das ganze dauert knapp eineinhalb Stunden und bringt unseren Zeitplan in Bedrängnis, schließlich müssen wir noch unser Gepäck aus der Unterkunft holen und zum Bahnhof. Aber die umsichtige Organisation klappt vorbildlich und so erreichen wir rechtzeitig den Kasseler Hauptbahnhof.

 

Eine unschöne Verspätung der Züge nach Hamburg droht, den Tag mit einem kleinen Fiasko enden zu lassen. Aber auch hier verdanken wir es wieder dem beherzten Einsatz unserer Organisatoren Detlef und Kerstin, dass die deutsche Bundesbahn unplanmäßig in Lüneburg stoppt (nur für uns) und wir mit dem Regionalzug Lüneburg – Büchen in letzter Minute doch noch den geplanten Zug Hamburg – Schwerin erreichen. Total erschöpft, aber voller beseelter,  harmonischer und höchst interessanter Eindrücke, toller Begegnungen und Gespräche klingt diese Fahrt aus, die sich meiner Meinung nach absolut Bildungsreise nennen darf. Ich konnte nicht jeden zu seinen ganz persönlichen Eindrücken befragen, aber fest steht, es war gut, dass diese Fahrt so abwechslungsreich gestaltet war, so hatte jeder sein ganz persönliches Highlight und große Zufriedenheit mit diesem unvergesslichen Wochenende. Ein ausgesprochen großes Dankeschön dafür noch einmal an die Veranstalter und alle Beteiligten.

Ursula Iborg

 

Bildungsfahrt nach Kassel 

 

Der Weg - Hospizarbeit und Sterbebegleitung in Schwerin vom 06.08.2019

Ein halbes Jahr hat Gina-Marie Vollert sich einem Thema gewidmet, das häufig verdrängt wird: die Begleitung sterbender Menschen. Sie hat dafür in Schwerin über die Hospizarbeit recherchiert und zahlreiche Interviews geführt. Entstanden ist eine sehr persönliche, einfühlsame rund einstündige Fernseh-Reportage.

Reportage August 2019

 

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Was für ein tolles Wochenende!
Am 10.05.-12.05.2019 fand unser erstes Erlebniswochenende für Abschied nehmende, trauernde Kinder und Jugendliche auf dem Kamelhof Sternberger Burg statt. 
Durch die vielen fleißigen Einzelspender, die Schweriner Hospizstiftung und das Busunternehmen Flaegel Reisen, konnten wir es allen Kindern ermöglichen daran teilzunehmen.
Unvergessliche Momente ganz nah bei den Tieren und das weitläufige Gelände bot den Kindern viel Freiraum zum Entdecken. Durch Rituale und den intensiven Austausch über den Verlust eines geliebten Menschen kamen sich die Kinder und Begleiter untereinander näher und wuchsen fest zusammen.
Danke für diese gemeinsamen Momente!❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️

 

 

 Schweriner express 30. März 2019  <- hier klicken

Christa`s Wunsch wurde war!
Mit Hilfe des Wünschewagens, konnte sie an der Hochzeit ihres Enkelsohnes teilnehmen. 

 

 

 

Der Wünschewagen war für uns im Einsatz
Februar 2019 

VIELEN DANK!!!

 

Räuberpost Ausgabe Dezember - Februar 2018/2019

Räuberpost Ausgabe Dezember - Februar 2018/2019 

Hauspost Oktober 2018